Die Gemeinde Maur
im Wandel der Zeit
Voll verstaubt
oder brandaktuell?
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Ein Blick zurück
Was bisher geschah…
2050
Vision
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Heute
Heute
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2016
Maur als «Stadt»
Maur überschritt Ende 2016 die Schwelle von 10000 Einwohnenden. Maur gilt somit – zumindest der Zahl nach – offiziell als «Stadt».
1950
Bauboom
In Maur setzte der Bauboom ein, vor allem in den stadtnahen Ortsteilen Aesch und Binz. Immer mehr Menschen besassen ein Auto und konnten damit zur Arbeit pendeln. 1965 wurde das Oberstufenschulhaus Looren eröffnet.
1939-1945
Zweiter Weltkrieg
Maur leistete einen grossen Beitrag zur Nahrungsmittelversorgung: Die Anbaufläche wurde zwischen 1940 bis 1945 beinahe verdreifacht.
1900

Moderne
Moderne Errungenschaften wie Telegraphenstationen hielten um 1870 Einzug in die Gemeinde. Ab 1890 verkehrte ein Dampfschiff auf dem Greifensee. 1900 stimmte die Gemeindeversammlung der Einrichtung von Telephonsprechstationen in allen Ortsteilen zu. 1906 ersetzten Autobusse den bisherigen Postkutschenkurs über die Forch. Ab 1910 folgte das Elektrische. Die Forchbahn verkehrte zum ersten Mal im Jahr 1912.
1800-1900
Industrielle Revolution
Maur blieb im 19. Jahrhundert vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, mit einzelnen Mühlen und handwerklichen Betrieben. Viele Maurmerinnen und Maurmer verdienten ihr Geld mit Heimweberei. Da es in Maur an Wasserkraft mangelt, konnten sich keine Fabriken etablieren, im Gegensatz zu Industrieorten wie Uster oder Wetzikon. Dies führte ab 1830 zu einem wirtschaftlichen Niedergang der Gemeinde und einer starken Abwanderung.
1798-1830
Politische Wirren
In dieser Zeit entstand die politische Gemeinde Maur als eigenständige kommunale Verwaltung, unabhängig von den bisherigen Grund- und Gerichtsherren. 1830 kam es in Uster zu einer Volksversammlung und zum liberalen Umsturz im Kanton Zürich. Dieser beendete die Dominanz der Stadt über das Land und gilt als Meilenstein der Schweizer Demokratie.
1749

David Herrliberger
1749 erwarb David Herrliberger die Gerichtsherrschaft Maur. Er wohnte auf der Burg Maur und war ein bekannter Kupferstecher und Verleger. Seine schlechte Amtsführung führte allerdings zu Spannungen mit der Bevölkerung. 1775 verkaufte er die Gerichtsherrschaft. Die Rechte gingen darauf vollständig an die Stadt Zürich.
1524

Reformation
Die Reformation erreichte Maur. Der Bilderschmuck in der Kirche wurde verbrannt. Mit der Aufhebung des Zölibats war es Geistlichen neu erlaubt, zu heiraten und Kinder zu haben. Für den Pfarrer und seine Familie wurde 1563 das Maurmer Pfarrhaus erbaut. Es besteht heute noch und gehört der Kirchgemeinde.
1424
Zeit der Gerichtsherren
1402 erwarb die Stadt Zürich die Stadt und Herrschaft Greifensee. Zu Greifensee zählte auch fast das ganze Gemeindegebiet von Maur. Damit begann die Integration von Maur in den Zürcher Stadtstaat.
Neben dem Landvogt auf Schloss Greifensee war in Maur bald nicht mehr ein «Meier», sondern ein lokaler «Gerichtsherr» für kleinere Belange verantwortlich. Gerichtsherren waren meist Zürcher Bürger oder Adlige. In Maur stellte die Famlie Aeppli ab 1424 über 200 Jahre lang den Gerichtsherrn.
1250
Bau der Burg Maur
Die «Meier» von Maur residierten ab dem
13. Jahrhundert auf der Burg Maur. Sie wurde vermutlich um 1250 gebaut – damals ein einfacher Wohnturm mit quadratischem Grundriss.
900
Die «Meier» als Dorfvorsteher
Die erste schriftliche Erwähnung von Maur findet sich in den Jahren 874/887. Maur gehörte zuerst zur Grossmünsterpropstei. Die Grundherrschaft ging kurz darauf an die Fraumünsterabtei über. Diese setzte in Maur einen «Meier» ein – eine Art Dorfvorsteher, der bei kleineren Vorfällen auch Urteile fällte. Die Besitz- und Herrschaftsverhältnisse jener Zeit waren sehr kompliziert. Nicht ganz Maur unterstand dem Meier. Bauern mussten ihre Zehnten-Abgaben teils immer noch der Grossmunsterpropstei eintrichten.
700

Erste Kirche
Um 700 wurde die Kirche von Maur errichtet. Sie ist somit eine der ältesten im Kanton Zürich. Das heutige Kirchengebäude ist jedoch nicht ganz so alt, es wurde 1507-1512 als Nachfolgegebäude einer älteren romanischen Kirche (um 1200) erstellt.
50 v. Chr.
Römermauern
Während der Römerzeit existierte in Maur ein Gutshof. Unter der heutigen Kirche konnten römische Mauern nachgewiesen werden. Der Ortsname Maur leitet sich vermutlich von diesen römischen Gemäuern ab.
4000-2800 v.Chr.

Pfahlbauer
Die Gegend um den Greifensee war in der Jungsteinzeit besiedelt. Archäologen fanden auch beim Maurmer Seeufer ihre Spuren: Steinbeilklingen, Pfeilspitzen und Überreste von Pfahlbauten – das sind Häuser, die auf Holzpfählen im flachen Wasser oder am Seeufer gebaut wurden. Taucher konnten 2018 bei der Schifflände sogar einen 5000 Jahre alten geflochtenen Schuh aus Bast bergen. Er gilt als Sensationsfund.


