Museen in Maur

Historie erkunden

Burg Maur

Zu den Museen Maur gehört einerseits die Burg Maur, die heute mehrere Ausstellungen beherbergt. Sie befindet sich mitten im alten Dorfkern von Maur.

Die Burg Maur ist keine befestigte Burg, sondern eher ein stattliches Wohnaus. Erbaut wurde sie um 1250 als quadratischer Wohnturm. Um 1820 wurde der Turm vergrössert und zum herrschaftlichen Wohnhaus umgebaut. Die Burg war jeweils Wohnsitz lokaler Herrschaftsträger. Seit 1962 gehört sie der Gemeinde Maur.

Weiterführende Informationen zu den Ausstellungen und aktuelle Termine finden sich auf der Website der Museen Maur.

 

Herrliberger Sammlung

Filigrane Kupferstiche

Der berühmteste Bewohner der Burg Maur war David Herrliberger (1697–1777). Mit dem Kauf der Burg erwarb er sich dem Titel Gerichtsherr. Er besass damit das Recht über kleinere Themen und Streitigkeiten in Maur Urteile zu fällen.
David Herrlibergers Leidenschaft war aber hauptsächlich die Kunst. Er war selbst Kupferstecher und betätigte sich auch als Verleger, also als Herausgeber von Druckgraphiken anderer Künstler.
In der Burg Maur sind seine wichtigsten landes- und volkskundlichen Werke ausgestellt: Filigrane Kupferstiche, die Zürcher Orte zur damaligen Zeit zeigen. Berühmt geworden sind auch seine detailgetreuen Abbildungen von Strassenverkäufern («Ausrufer»). Die Ausstellung beherbergt weitere Erzeugnisse von Zürcher Buchdruck, Buchillustration und Druckgraphik des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Salomon-Kabinett

Zeichnungen und Gemälde

Salomon Landolt (1741–1818) war ein berühmter Landvogt auf Schloss Greifensee. Er war Maler, begründete die Zürcher Scharfschützen und war als Landvogt für die Weisheit und Gerechtigkeit seiner Urteile bekannt. Der Schriftsteller Gottfried Keller widmete ihm gar eine eigene Erzählung.
Im Kabinett der Burg Maur werden Gemälde und Porträts von Salomon Landolt gezeigt. Daneben ausserdem Zeichnungen und Buchillustration von seinem Zeitgenossen, dem Dichter und Maler Salomon Gessner (1730–1788). 

 

Kunstkammer in der Burg

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Wechselausstellung

In der Kunstkammer der Burg wird jeweils eine Wechselausstellung gezeigt. Informationen zur aktuellen Ausstellung finden sich auf der Website der Museen Maur.

Oberer Burgkeller

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Grabdenkmal

Im oberen Burgkeller befindet sich das Grabdenkmal von Johann Rudolf Kramer (1640–1705). Er lebte als Gerichtsherr auf der Burg Maur. Das Grabdenkmal befand sich einst in der Kirche Maur, seit 1975 in der Burg Maur.

Druckwerkstatt

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Werkstatt zum Ausprobieren und Entdecken

Im unteren Burgkeller hat ein Verein, die Gilde Gutenberg, eine Werkstatt mit alten Druckpressen eingerichtet. Bei der «Tiegeldruckpresse» kann man das alte Buchdruckverfahren erleben und sehen, wie die Buchstaben als Lettern einzeln zu einer Buchseiten-Druckvorlage hinzugefügt werden.
Die «Kupferdruck-Walzenpresse» kommt beim Druck von Kupferstichen zum Einsatz. Beide Druckverfahren werden bei Veranstaltungen jeweils dem Publkum demonstriert. Aktuelle Termine finden sich auf der Website der Museen Maur. 

Mühle, Sagi und Ortsarchiv

Daneben gehören zu den Museen Maur auch die Mühle, wo heute das Ortsmuseum untergebracht ist, die alte Sagi sowie das Ortsarchiv.
Eine Mühle existierte hier bereits im 13. Jahrhundert. Das heutige Gebäude stammt von 1701, seit 1971 gehört es der Gemeinde Maur.
Die Sägerei neben der Mühle ist 1569 erstmals urkundlich erwähnt. Nach einer Überschwemmungskatastrophe 1778 wurde sie neu errichtet. Ab 1920 erfolgte der Antrieb für die Säge nicht mehr über Wasserkraft, sondern elektrisch. Die Sägerei gehört seit 1971 der Gemeinde, das Wasserrad wurde um 1980 rekonstruiert. 
Das Ortsarchiv sammelt Dokumente zur Gemeindegeschichte und befindet sich im Untergeschoss des Kindergartens Rainstrasse in Maur.

Weiterführende Infos finden sich auf der Website der Museen Maur.

Ortsmuseum Mühle

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Ortsmuseum zur Regional- und Lokalgeschichte

In der Mühle Maur – in unmittelbarer Nähe zur Burg Maur – ist ein Ortsmuseum untergebracht. Ausgestellt sind historische Gegenstände aus Handwerk und Landwirtschaft, Mobiliar und Hausrat. Besondere Schwerpunkte sind die Textilverarbeitung, das Mühlegewerbe und das Schusterhandwerk. In einem Zimmer finden sich ausserdem Bilder und Skizzen aus dem Nachlass des Winterthurer Malers Leon Pétua (1846–1920) ausgestellt.

Sagi Maur

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Sägerei mit Wasserrad

Gleich neben der Mühle steht eine alte Sägerei, die einst mit Wasserkraft betrieben wurde. Das alte Wasserrad wurde 1977 bis 1980 rekonstruiert. Anlässlich des Schweizer Mühlentags wird jeweils im Mai die Sägerei im laufenden Betrieb dem Publikum demonstriert. Aktuelle Infos zum Mühlentag finden sich auf der Website der Museen Maur.

Ortsarchiv

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Archiv für Ortsgeschichte

Die Museen Maur betreiben auch das Maurmer Ortsarchiv. Es befindet sich im Untergeschoss des Kindergartens Rainstrasse 2 in Maur. Die Sammlung wird seit 1974 aufgebaut und widmet sich der Lokal- und Regionalgeschichte. Sie vereint Dokumente zum Ortsbild, Zeugnisse über Gewerbe und Industrie, Brauchtum und Kultur, Vereinsakten, genealogische Unterlagen und persönliche Papiere aller Art, die erhaltenswürdig erscheinen. Ein besonderer Schatz sind die mehreren Tausend Fotografien und Ansichtskarten aus Maurs früheren Tagen.

Die Dokumente und auch die Fotobestände können online abgerufen werden (siehe unter Archivrecherche). Ein Archivar hilft ausserdem gerne bei weiterführenden Rechercheanfragen. Das Archiv Ortsgeschichte ist jeweils am Dienstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet, weitere Termine auf Anfrage (ao@museenmaur.ch, 043 495 62 13). Mehr Informationen zum Archiv finden sich auf der Website der Museen Maur.